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In der Gülle und auf dem Feld…

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Aus der Landauer Zeitung vom 21.10.2008

Bokashi-Einsatz bei »Berliner Tafel«

Die "Berliner Tafel" sammelt Lebensmittel, die fast oder gerade ein
abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum haben und verteilt diese kostenlos an
Menschen mit geringem Einkommen. Dabei bleiben auch oft genug Reste, die
nicht mehr verzehrsfähig sind. Anna Andrea Herr, ehrenamtliche Mitarbeiterin
der "Berliner Tafel", hat die Chance erkannt und ein Bokashi-Projekt
gestartet. Das Bokashi liefert die "Tafel" an Gärtner, die daraus wieder
Lebensmittel machen.

Hier der Link zum Artikel der Berliner Morgenpost.

Hier der Link zur Berliner Tafel.


Tonnen mit Bokashi gefuellt

Wird mein Pferd richtig gefüttert?

Meistens sind die Freizeitpferde zu dick. Sie arbeiten nicht genug und bekommen zu viel Futter. Da es ihnen auch oft zu langweilig ist, fressen sie aus purer Fresslust. Auch hat die gute Versorgung mit frischem Gras der letzten Monate zu einem „Rettungsring“ beigetragen.

Ein Abtasten der Pferde gibt dem Halter eine gute Möglichkeit, den Futterzustand eines Pferdes richtig einzuschätzen. Eine nur in Augenscheinnahme riecht zur Beurteilung nicht aus. Dazu folgende Anleitung:

„Nur leichte Kammbildung über dem Rücken, Rippenkonturen sichtbar, fühlbare schwache Fettpolster am Schweifansatz, die Hüftbeinhöcker sind nicht zu sehen, Widerrist, Schulter und Nacken sind unauffällig.“ So beschreibt der Tierarzt Dr. Lutz Alswede in „Reiter und Pferde“ 10/07 Seite 70/71, wie man ein Pferd beurteilen kann. Wichtig ist, dass man sich in der Beurteilung nicht nur an seinem eigenen Pferd versucht. Tun Sie sich mit Freunden oder Freundinnen zusammen und über Sie die Beurteilung.

Die Futterkosten steigen – Wie sollen Pferde in diesem Winter gefüttert werden?

Dass die Lebensmittelpreise steigen, stand schon in allen Zeitungen. Die Futterkosten für Pferde ziehen aber auch gewaltig an. Getreide wurde vor gut einem Jahr an den Börsen noch mit 120 € je Tonne gehandelt, aktuell liegen die Preise bei 250 € bis 270 €. Heu und Stroh wurden gegenüber dem letzten Jahr um etwa 20 Prozent teurer. Gibt es da Alternativen für die Pferdehalter?

Zusätzlich sind die Futterqualitäten eher bescheiden. Der viele Regen des letzten Sommers hat bei der Ernte häufig zu unerwünschten Feuchtegehalten geführt. Die Feuchtigkeit fördert Befall mit nicht erwünschten Pilzen, auf Heu und Stroh, oft auch beim Getreide. Wegen der steigenden Ölpreise steigen auch die Trocknungskosten. Wohl dem Landwirt, der eine Holzschnitzelanlage betreibt und preiswert Wärme zur Verfügung hat. Benutzt der dann auch noch EM bei der Einlagerung seiner Holzschnitzel und verhindert damit die Schimmelpilze in seinem Brenngut, kann der bei den heutigen Marktverhältnissen seine betriebliche Rentabilität wesentlich steigern.

In den Fachzeitschriften für Pferdehaltung wird viel über den Einsatz von Maissilage in der Pferdefütterung diskutiert. Maissilage ist ein sehr stärkereiches Futter und neigt häufig zur Nacherwärmung, wenn sie nicht von Anfang an mit EM siliert wurde. Mit 5 kg Maissilage kann man rechnerisch 1 kg Kraftfutter oder 0,5 kg Kraftfutter ersetzen. Wegen der hohen Konzentration von Energie sollte jedoch ein Eiweißausgleich in die Ration einbezogen werden. Zusätzlich ist gutes Stroh als Beifutter zur freien Aufnahme anzubieten, weil die Struktur der Maissilage häufig nicht den Ansprüchen eines Pferdes genügt.

In der Praxis der nun kommenden Winterfütterung ist es noch wichtiger als im Vorjahr, das Futter mit EM zu besprühen. Untersuchungen an der Uni in Leipzig von vor drei Jahren haben gezeigt, dass auch ein solcher Arbeitsgang zur Verminderung der Belastung mit schädlichen Pilzen führt. Je besser die Verdauungsflora durch einen Besatz mit erwünschten Mikroben gestützt wird, desto unkomplizierter verläuft der Winter für ein Pferd. Vergessen Sie auch nicht sich schon möglichst bald den Bezug von guten frischen Futtermöhren zu sichern, weil die Tiere so ab Mitte Dezember das Karotin aus den Möhren dringend brauchen.

EM-Anwender in der Pferdehaltung haben somit Strategien, mangelnde Futterqualitäten zu beeinflussen. Nehmen Sie an den Seminaren zur Pferdefütterung der Landwirtschaftskammern oder Landwirtschaftsämter teil. Hier lernen Sie von unabhängigen Fütterungsberatern, wie Sie die Ration auch bei schwierigen Marktverhältnissen sinnvoll beeinflussen können. Eventuell organisieren Sie sogar eine Vortragsveranstaltung eines unabhängigen Experten in Ihrem Stall zusammen mit anderen Pferdehaltern. Schade ist nur, dass diese Fachleute noch zu wenig die Problemlösungen durch EM kennen. Fragen Sie deswegen auch Ihren EM-Berater, ob der nicht eine Informationsveranstaltung für Sie organisieren kann.

Wissenschaft und die Erdgöttin

James Lovelock ist ein absoluter Querdenker, Chemie-Professor und Privatdozent an der Universität in Oxford. Inzwischen 87 Jahre alt, besitzt er 50 Patente, hat mehr als 200 wissenschaftliche Veröffentlichungen und ist Mitglied der Royal Society. Er ist derjenige, der die Gefährlichkeit von FCKW gefunden hat.
Er beschäftigte sich zeitlebens mit der Erde und entwickelte die Gaia-Theorie, nach der die Erde ein lebendiges Wesen mit sich selbst regulierenden Lebensfunktionen ist. Das Leben regelt die Temperatur, die chemische Zusammensetzung der Luft und der Ozeane, so dass weitere Lebewesen hier gut leben können. Er beobachtete auch, dass die Sonne um 30 % intensiver strahlt als vor rund 4,6 Milliarden Jahren, die Erde aber ihre Temperatur mit Hilfe der Biosphäre reguliert. In „Gaias Rache“, seinem neuen Buch, legt er seine Theorien anschaulich dar. Ob sein Rückschluss, nur mehr Atomkraftnutzung können die Erde retten, wirklich schlüssig ist, darf bezweifelt werden. Das schmälert aber nicht seinen Verdienst, uns die Erde aus anderer Sicht näher gebracht zu haben. Lesen Sie trotzdem „Gaias Rache“ und viele Erscheinungen auf der Erde werden verständlicher.

Lesenswertes aus dem »Spiegel«

Fit durch Einbildung, meldet »Der Spiegel« Nr. 13 vom 26.3.2007 auf Seite 135. Die beiden Psychologie-Forscherinnen Ellen Langer und Alia Crum der Harvard University haben herausgefunden, dass man nicht unbedingt Sport treiben muss, um anzunehmen. Sie erklärten den Zimmermädchen eines großen Hotels, dass man sich unbedingt mindestens 30 Minuten am Tag Sport gönnen müsse, wenn man abnehmen wolle. Einem Teil der so informierten Zimmermädchen erklärten Sie dann anschließend alleine, dass die normale Arbeit, Betten machen, Staub wischen, Wäsche falten, bereits genug Sport sei.

Die Stubenmädchen, denen »bewusst« geworden war, dass die tägliche Arbeit auch viel gesunde Bewegung enthält, hatten nach einem Monat 1 kg Gewicht verloren. Blutdruck und Körperfett hatten sich besser entwickelt, als bei denen, die nicht »wussten« dass sie sich genug bewegen. Das Wissen, dem Körper Gutes zu tun, reicht!

Auf der nächsten Seite fiel uns der Artikel
Mitgefühlte Angst auf. Neurologen der New Yorker Columbia Univertsity stellten fest, dass die Angst beim Krimmi gucken genau solche Auswirkungen auf das Nervensystem und die Hormonproduktion hat wie Angst in real erlebten Bedrohungen. Sie schlossen daraus, dass Menschen durch Anschauung lernen können, wie man sich schützt. Wir interpretieren, dass »Angst machen« die erfolgreichste Methode ist, um Menschen gefügig zu machen.

Dasein in Grund und Boden heißt eine Überschrift auf Seite 142 der selben Ausgabe des Wochenmagazins. Der Biologe Hahn der Universität Koblenz Landau spezialisiert sich auf Mini-Krebse, Weichtiere und Würmer, die offenbar immer im Dunkeln lebend einen wesentlichen Beitrag zur Wassergesundheit leisten. Der Forscher beschäftigt sich mit der Frage, wie diese Arten auf Wasserentnahme reagieren. In Australien müssen Minenunternehmen bereits Rücksicht auf die Wasserreiniger nehmen. Die Industrie fürchtet Naturschutzbeschränkungen. Die Wasserwirtschaft hat Interesse an Indikatoren für die Wassergüte. Kommt viel organisches Material oder Dünger in die Tiefe, so vermehren sich die Mini-Tiere. Sind es zu viele, können sie zum Problem werden. Die wertende Behandlung des Themas durch den Reporter gipfelt darin, dass er die Befürchtung zum Ausdruck bringt, die Tierchen könnten ins Trinkwasser gelangen. So kann ein Reporter den Menschen Angst machen, obwohl er sinnvolles Wissen befördert.